ADS/AHDS

In Deutschland werden zur Zeit über 600.000 Kinder, Tendenz stark zunehmend, unter diesem Begriff in eine Schublade gesteckt. Viele werden medikamentös behandelt, sprich ruhiggestellt. Der Umsatz der Arzneimittel gegen ADS/ADHS hat sich innerhalb der letzten Jahre ver150facht. Viele dieser Kinder leiden nicht tatsächlich an ADS/ADHS und ihnen könnte anders, vor allem nicht medikamentös, weitaus besser geholfen werden. Kinderleicht-Lernen arbeitet seit Jahren mit ganzheitlichen Strategien gegen Erscheinungsformen von ADS und ADHS  ohne Medikamente. Hier wird eng mit der Familie zusammen gearbeitet und beachtliche Erfolge erzielt.

Als ich Tom* und seinen Bruder in Neuss kennenlernte, litt die gesamte Familie unter dem  ADS/ADHS Bild, das Tom lebhaft vermittelte. Die Krankheit war in einem Schnelltest festgestellt worden, das Medikament seitens der Schule gefordert. Die Eltern litten unter enormen Gewissenskonflikten, ihren Sohn ruhig zu stellen, zumal die Grundschule bereits im 3. Schuljahr klar signalisiert hatte, dass er später nicht auf eine Realschule oder Gymnasium wechseln könnte. Zusammen mit den Eltern entwickelte ich ein effektives Förderungsprogramm, in das Toms gesamtes Lebensumfeld einbezogen wurde. Er blühte auf, verstand dass er keinesfalls der unabänderliche Looser war und machte mit, genauso wie die Eltern, die konsequent unseren gemeinsamen Weg gingen, auch wenn es nicht immer leicht war. Heute besucht Tom ein Gymnasium, er ist ein fröhliches, aufgeschlossenes Kind, verfügt über Selbstvertrauen und macht alleine Hausaufgaben. Nebenbei treibt er Sport, er liest und trifft sich mit Freunden. Gute Noten schreibt er übrigens auch...

* Toms Name wurde geändert